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Gänsehaut an der Steilen Wand: European Peace Ride begeistert Meerane

Europane Pace Ride 2027
Europane Pace Ride 2027

Was für ein Tag für den Radsport in Meerane! Am 13. September 2026 wurde die Steile Wand erneut zur großen Bühne. Die 3. Etappe des European Peace Ride führte über unser legendäres Kopfsteinpflaster – vorbei an zahlreichen Zuschauern, die die Fahrer lautstark den Berg hinauftrieben. Für uns als Radteam Steile Wand war dieser Tag gleich mehrfach besonders: Wir feierten unser 15-jähriges Bestehen, erlebten ein internationales Fahrerfeld auf unserer Hausstrecke und sammelten gemeinsam Unterschriften für einen Grand Départ der Tour de France in Deutschland 2029.

Ein Ort, an dem Radsportgeschichte geschrieben wurde

Für uns ist die Steile Wand von Meerane weit mehr als eine steile Straße. Sie ist ein Stück Radsportgeschichte. Nur 248 Meter lang, durchschnittlich 12 Prozent steil und dazu das berühmte Kopfsteinpflaster – die Steile Wand hat Generationen von Radsportlern gefordert und begeistert. Große Namen haben hier ihre Spuren hinterlassen: Täve Schur, Miguel Indurain, Jan Ullrich, Marcus Burghardt, Hanka Kupfernagel, Elisa Longo Borghini, Zdeněk Štybar und viele weitere haben die Steile Wand bezwungen.

Diese Geschichte zu bewahren und immer wieder neu erlebbar zu machen, ist eines der Anliegen unseres Teams. Am 13. September 2026 kam ein weiteres Kapitel hinzu.

Als Vorhut über die Steile Wand

Rund zehn Minuten vor dem Fahrerfeld des European Peace Ride durften wir selbst über die Steile Wand fahren. Gemeinsam mit Radsportlern vom SV Remse, Team Chemnitz, Cube Store Werdau und den Bike Profis e.V. Zwickau bildeten wir gewissermaßen die Vorhut des Rennens.

Zu diesem Zeitpunkt standen die Zuschauer bereits dicht entlang der Strecke – und auch wir wurden mit lautem Jubel über das Kopfsteinpflaster nach oben getragen. Ein besonderer Moment für alle Beteiligten und ein Vorgeschmack auf das, was wenige Minuten später folgen sollte.

Dann kam das Fahrerfeld

Kurz darauf wurde es noch einmal richtig laut. Als die Fahrer des European Peace Ride 2026 in die Steile Wand einbogen, verwandelte sich der Anstieg in einen echten Hexenkessel. Applaus und Zurufe begleiteten das Fahrerfeld Meter für Meter über das historische Kopfsteinpflaster.

Wer selbst schon einmal die Steile Wand gefahren ist, weiß, was diese letzten Meter bedeuten. Umso eindrucksvoller waren die Bilder und die Gesichter der Fahrer, während sie sich durch die jubelnde Menge nach oben kämpften. Genau für solche Momente lieben wir diesen Ort.

Wo einst die Friedensfahrt Geschichte schrieb

Dass der European Peace Ride ausgerechnet über die Steile Wand führte, hätte kaum besser passen können. Denn kaum ein Radrennen ist so eng mit der Geschichte dieses Anstiegs verbunden wie die Internationale Friedensfahrt.

Bereits 1952 führte die Friedensfahrt erstmals durch Meerane. Auf der 8. Etappe von Leipzig nach Karl-Marx-Stadt stand eine Bergwertung auf der damaligen Bergstraße auf dem Programm. Von da an wurde der kurze, aber brutale Anstieg immer wieder zu einem der spektakulärsten Punkte der Rundfahrt.

Die Kombination aus steilem Kopfsteinpflaster, der damaligen Fahrradtechnik und dicht gedrängten Zuschauern sorgte für Bilder, die bis heute zur Radsportgeschichte Meeranes gehören. Mancher Fahrer musste damals sogar vom Rad und die letzten Meter zu Fuß bewältigen.

1960 erhielt die Straße schließlich ihren heutigen Namen: Anlässlich der 13. Internationalen Friedensfahrt wurde aus der Bergstraße die Straße „An der Steilen Wand“. Insgesamt führte die Friedensfahrt 15-mal nach Meerane. Selbst bei ihrer letzten Austragung im Jahr 2006 spielte die Steile Wand noch einmal eine Hauptrolle. Dass 20 Jahre später mit dem European Peace Ride wieder ein internationales Fahrerfeld über dieses Pflaster rollte, war deshalb für uns weit mehr als nur eine Durchfahrt. Es war ein Stück lebendige Radsportgeschichte.

Unser Blick geht Richtung Tour de France 2029

Der European Peace Ride unterstützte die Initiative für einen Grand Départ der Tour de France in Deutschland 2029. Ein Ziel, das auch wir als Radteam Steile Wand mittragen. Deshalb wurde an unserem Stand nicht nur über Radsport gesprochen und gemeinsam gefeiert. Wir sammelten auch fleißig Unterschriften für die Bewerbung um einen Tourstart 2029. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, die Initiative mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Wenn man an diesem Tag gesehen hat, wie viele Menschen entlang der Steilen Wand standen und mit welcher Begeisterung sie den Radsport gefeiert haben, wurde eines deutlich: Unsere Region lebt Radsport.

Und natürlich träumen auch wir davon, dass die ganz große Radsportbühne eines Tages wieder nach Deutschland und vielleicht sogar in unsere Region kommt.

15 Jahre Radteam Steile Wand

Für uns hatte der 13. September 2026 noch eine ganz besondere Bedeutung. Unser Radteam Steile Wand feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Seit 2011 verbindet uns die Begeisterung für den Radsport und für diesen ganz besonderen Ort in Meerane. Dabei geht es uns längst nicht nur darum, selbst Kilometer zu sammeln. Wir möchten dazu beitragen, das historische Erbe der Steilen Wand zu bewahren, ihre Geschichte weiterzutragen und neue Generationen für den Radsport zu begeistern.

Ein Tag, der bleibt

Am Ende bleiben viele Bilder im Kopf. Die Menschen dicht gedrängt am Straßenrand. Die Fahrer auf dem Kopfsteinpflaster. Jubel an den steilsten Stellen. Junge und alte Radsportfans gemeinsam an der Strecke. Gespräche über vergangene Rennen und große Namen. Unterschriften für die Zukunft des Radsports. Und mittendrin unser Team. Der 13. September 2026 hat uns einmal mehr gezeigt, warum wir uns seit vielen Jahren für die Steile Wand engagieren. Sie ist nicht einfach nur eine Straße. Sie ist Herausforderung und Treffpunkt. Geschichte und Gegenwart. Erinnerung und Leidenschaft zugleich. Seit 1952 werden hier Geschichten geschrieben. Und wir wollen dafür sorgen, dass noch viele weitere hinzukommen.

 

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